Alleinerziehend schwanger – schaffe ich das?
Shownotes
Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind aufzuziehen.
In dieser Episode spricht Daniela Niedermayr-Mathies mit der freiberuflichen Hebamme Susanne Haunold, die selbst alleinerziehende Mutter von drei, mittlerweile erwachsenen Kindern ist. Susanne erzählt uns von ihren eigenen Erfahrungen als Alleinerzieherin und berichtet aus ihrem Berufsalltag.
Wir sprechen darüber, wie wichtig es für Alleinerziehende ist, sich von Anfang an gut zu organisieren, Hilfe und Unterstützung zu holen und auch für die Zeit später ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen. Frauen, die in der Schwangerschaft ohne Partner sind, fühlen sich vielleicht überfordert oder sind verunsichert. Sie brauchen eine unterstützende Vertrauensperson an ihrer Seite. Auch für die Geburt und die erste Zeit danach.
Sie gibt wertvolle Anregungen. Es gilt die Zeit der Schwangerschaft zu nutzen, um finanzielle Fragen zu klären, eine Beratung in Anspruch zu nehmen, Hilfe und Unterstützung zu organisieren, damit Ruhe einkehren kann und die werdende Mutter sich auf ihr Kind freuen kann.
Zu Gast in dieser Folge – Susanne Haunold
Weitere Episoden unserer Podcastreihe finden Sie hier: Kleines Wunder, grosse Fragen
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Created on 2023-11-28: Created on: 2023-11-28
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00:00:06: Susanne Haunold: Hoppala, alles in Butter.
00:00:14: Susanne Haunold: So
00:00:16: Daniela: Passt?
00:00:20: Daniela: Schwanger zu werden und schwanger zu sein. Das kann große Freude bedeuten. Es kann aber auch Sorgen machen und herausfordernd sein. Es ist eine besondere Situation, wenn man in dieser Zeit ohne Partner ist. Alleine mit dem Kind, alleine auf das Kind wartend. Schaffe ich das? In dieser Episode wollen wir auf die Realität des single moms eingehen. Und es kommen auch Betroffene zu Wort und wir möchten Tipps geben, wie man sich gut organisieren kann. Schwanger zu sein. Das kann große Freude bedeuten. Es kann aber auch sehr herausfordernd sein. Es ist eine besondere Situation, wenn man in dieser Zeit ohne Partner ist. Alleine mit dem Kind, alleine auf das Kind wartend. Schaffe ich das? In dieser Episode wollen wir auf die Realität von single moms eingehen und Tipps geben, wie man sich gut organisieren kann.
00:00:48: Daniela: Heute spreche ich mit Susanne Haunold. Würdest du dich bitte selber vorstellen?
00:00:54: Susanne Haunold: Ja, mein Name ist Susanne Haunold. Ähm ich bin als Hebamme tätig, und zwar seit über 42 Jahren. Und ich bin selbst Betroffene als Alleinerzieherin von drei mittlerweile erwachsenen Kindern.
00:01:11: Daniela: Du kannst also aus zweierlei äh ähm so Moment, ich muss noch mal beginnen, den Satz. Du kannst also auf äh doppelte Expertise zurückgreifen. Du kannst also auf doppelte Expertise zurückgreifen.
00:01:23: Susanne Haunold: Ja, genau. Also, als Hebamme. Ich habe mit vielen Frauen schon in der Vorbereitung, also in der Schwangerschaft gearbeitet, sie bei der Geburt begleitet und auch im Wochenbett. Und habe mit meinen eigenen drei Kindern, die ich eben alleine großgezogen habe, eben auch die Erfahrung aus eigener Sicht....
00:01:47: Daniela: Erlebt und geschafft.
00:01:49: Susanne Haunold: Erlebt und geschafft, ja erfolgreich.
00:01:55: Daniela: Zum Einstieg ähm alleinerziehend zu sein, gibt es, ist eine Gesellschaftsrealität und gibt es in verschiedenen Formen. Ähm ich habe mal nach Zahlen gesucht:. 2022 waren in Österreich fast eine Viertellmillion Frauen alleinerziehend, ähm ungefähr 46.000 Männer und für die Ostschweiz habe ich einen Prozentsatz gefunden, dass rechnet man mit 13 bis 16 % alleinerziehenden Eltern. Also es ist ein gro ein großer Prozentsatz ähm Lebensrealität, dass man, Mann, Frau allein ist mit dem Kind. Zum Einstieg in das Thema habe ich nach anschaulichen Zahlen gesucht. 2022 waren z.B. in Österreich fast eine Viertelmillion Frauen alleinerziehend und ungefähr 46.000 Männer. In der Ostsschweiz sind 13-16 % der Eltern alleinerziehend. Das ist doch ein relativ großer Anteil. Kinder allein zu erziehen ist also eine Lebensrealität für sehr viele Frauen und Männer. Es gibt verschiedene Gründe und Situationen, warum eine Frau alleinerziehend ist. Zum einen gibt es Frauen, die sich bewußt dafür entscheiden, ihr Kind alleine groß zu ziehen. Es gibt auch die Situation, dass man sich gemeinsam mit dem Partner ein Kind zwar gewünscht hat, die Beziehung dann aber in die Brüche geht. Und manchmal fühlen sich auch Frauen alleinerziehend, wenn der Partner wenig präsent ist, evt. beruflich viel unterwegs ist und keine Verwandten beiderseits in der Nähe wohnen.
00:02:33: Daniela: Es gibt unterschiedliche Situationen wie ich, ähm warum ich alleine bin oder mich alleine fühle in der Schwangerschaft oder in der Zeit auf das Kind wartend oder wenn das Kind kommt. Es gibt die bewusste Entscheidung, das mit dem Mamawerden alleine zu machen. Es gibt die Situation, dass man mit einem Partner zusammen sich ein Kind zwar gewünscht hat, die Beziehung dann aber in die Brüche geht. Und manchmal fühlen sich auch Frauen alleinerziehend, wo der Partner viel weg ist beruflich und keine Familie von beiden Seiten nicht in der Nähe ist.
00:03:10: Daniela: Auf diese Unterschiede wollen wir auch eingehen. Wir wollen Mut machen und praktische Tipps geben. Wir beginnen mit der Zeit der Schwangerschaft. Wir wollen Mut machen und praktische Tipps geben. Beginnen wir mit der Zeit der Schwangerschaft. Was würdest du aus deiner Sicht sagen, was ist wichtig in dieser Zeit zu bedenken, wenn ich alleine bin?
00:03:22: Daniela: Ähm, wenn ich dich frage, Susanne, was würdest du aus der Sicht als Hebamme gedacht jetzt sagen: Was ist wichtig in der Schwangerschaft zu bedenken, wenn ich alleine bin?
00:03:33: Susanne Haunold: Ja, erst einmal: Die Schwangerschaft dauert ja einige Monate und ich kann die Zeit gut nützen. Und das ist sehr wichtig. Ich muss damit bewusst umgehen. Was kommt auf mich zu? Wichtig sind als erstes Kontakte knüpfen, sich gut organisieren. Wenn ich gut organisiert bin, zum Beispiel auch in in finanzieller Hinsicht, äh dann fällt mir der Alltag dann leichter. Dann nimmt es mir sehr viele Ängste. Gerade die finanzielle Ebene ist sehr, sehr wichtig. Ich darf nicht in eine Armut-Spirale geraten durch diese Schwangerschaft.
00:04:11: Susanne Haunold: Äh, es gibt genug Anlaufstellen, die mir ganz sachlich über diese Fragen, also bei diesen Fragen äh zur Seite stehen können. Also das eine ist die finanzielle Situation, die muss einfach geklärt werden. Das nimmt am allermeisten Stress. Das zweite ist, ich muss mir ein soziales Umfeld schaffen, wenn ich noch keines habe. Das können andere Mütter sein, das können selbst betroffene Elternteile sein. Das kann meine Familie sein, also Eltern, Geschwister, Tanten und Freundinnen.
00:04:49: Susanne Haunold: Ich muss mir ein soziales Netz schaffen, das mich dann auch unterstützt bei der Geburt. Jetzt, jetzt, in der Schwangerschaft, dann bei der Geburt und dann auch im Wochenbett und dann auch mit dem Kind, weil das Kind äh ist ja dann bei mir. Die nächsten 20 Jahre muss ich damit rechnen. Und wie muss ich diesen Alltag dann gestalten, wenn ich die Verantwortung alleine trage für dieses Kind? Es stellen sich oft dieselben Fragen wie bei allen anderen Müttern oder Eltern. Aber ich muss das allein bewältigen.
00:05:27: Susanne Haunold: Das heiß...,ja .
00:05:28: Daniela: Entschuldigung, ich hab dich unterbrochen.
00:05:30: Susanne Haunold: Das heißt, die Zeit muss jetzt genutzt werden und nicht erst, wenn das Kind da ist. Dann wird es ein bisschen schwieriger.
00:05:38: Daniela: Das ist, glaube ich, was Wichtiges, dass man die Zeit auch gut nützt. Wirklich So wie du formuliert hast in der Schwangerschaft, um die Finanzen zu klären, um ähm Sachen für die Geburt und fürs Wochenbett wirklich schon zu organisieren, da gehen wir nachher noch äh näher darauf ein. Mhm was auch was Wichtiges ist. Das habe ich mir notiert, als wir uns getroffen haben für das Vorgespräch. Das gesagt macht auch Dinge, die man als Paar auch tun würde, wie Fotos vom Bauch machen im Laufe der Schwangerschaft. Ja – das ist wichtig, dass man die Zeit in der Schwangerschaft gut nützt, die Finanzen klärt, alles für Geburt und Wochenbett organisiert, da gehen wir nachher näher darauf ein. Du rätst Frauen aber auch, dass sie all die Dinge tun sollen, die man als Paar auch tun würde, wie z.B. Fotos vom Babybauch machen im Verlauf der Schwangerschaft.
00:06:12: Susanne Haunold: Ja, genau, das ist sehr wichtig. Also ich muss wenn wenn es irgendwie geht, dann bitte genießt auch diese Schwangerschaft, Freut euch auf das Kind, wenn das irgendwie möglich ist äh und es, wenn ich eine Person finde in dieser Situation, die mir so zur Seite steht, wie eben sonst vielleicht der Kindesvater das tun würde, dann habe ich schon ideale Voraussetzungen. Ich sollte mir für die Geburt, für die Schwangerschaft, für die Geburt und für die erste Zeit danach eine sehr vertraute Person zur Seite nehmen, die mit mir diese Zeit äh bewältigt und mich in dieser Zeit unterstützt. Das heißt, ich kann mit dieser Person die Geburt vorbereiten.
00:06:58: Susanne Haunold: Ich kann zum Beispiel auch in ein einen Beratungstermin gehen oder zu einem Hebammengespräch. Ich kann einen Geburtsvorbereitungskurs für Paare auch mit einer Freundin besuchen, zum Beispiel oder mit der Mutter. Ähm Fotos machen vom Bauch. Also alle diese wunderschönen Sachen, die wir immer so vermittelt bekommen, was Frauen so in der Schwangerschaft machen, wenn sie sich auf das Kind freuen.
00:07:28: Susanne Haunold: Ähm, ganz wichtig alles, wir brauchen Personen, um uns, wo wir uns wirklich aussprechen können. Nicht nur unsere Nöte, sondern auch unsere Freuden damit mit ihnen teilen können. Wir müssen Sachen aufschreiben, wir müssen Sachen abmachen, was wünsch ich mir, was ist mir wichtig und was ist hilfreich? Ganz wichtig, ich muss in dieser Situation einfach Hilfe anfordern und Hilfe annehmen können. Oft äh sagen, erzählen Frauen dann: Ja, das und das hätte ich gerne gehabt oder das und das hätte ich gern, hätte ich gebraucht.
00:08:05: Susanne Haunold: Und wenn man genauer nachfragt: Hast du jemand gefragt, hast du irgendwo angeklopft? Ja, nein, das wollte ich nicht. Ich wollte das alleine bewältigen. Niemand muss das alleine bewältigen. Wir wissen das natürlich schon lange. Jede, jede Familie braucht eigentlich ein Dorf, um die Kinder großzuziehen. Und die alleinerziehende Mutter braucht ganz speziell ein großes Dorf und ganz vertraute Personen.
00:08:37: Daniela: Damit man diese Zeit auch gut bewältigen kann. Genau. Ähm, du hast ähm nochmal so, weil du gesprochen hast, auch vom Kindesvater. Wenn die Situation eben die ist, dass die Trennung gerade in der Zeit der Schwangerschaft, in die Zeit der Schwangerschaft fällt. Das ist ja auch was Wichtiges, wo man sich dann auch an Beratungsstellen wenden kann, um zum Beispiel eben diese dieser Beziehungsbruch als Liebesbeziehung Bruch, dass das kein Bruch wird im Sinne von wir sind gemeinsam Eltern, also wenns die Möglichkeit gibt, da auch hinzusehen. Ja, genau. Du hast vorhin vom Kindsvater gesprochen. Die Situation, wenn sich ein Paar gerade in der Zeit der Schwangerschaft trennt, kann ziemlich herausfordernd sein. Und es ist so wichtig, dass trotzdem beide gemeinsam für das Kind gute Eltern sein können. Das Ende einer Beziehung soll nicht das Ende der Elternbeziehung sein.
00:09:14: Susanne Haunold: Ja, das ist natürlich oft eine schwierige Situation. Wenn die Beziehung zum Vater des Kindes aber im Prinzip gut ist oder freundschaftlich oder zumindest emotional nicht mehr sehr, sehr belastend. Dann ist es möglicherweise gut möglich, den den Vater gut einzubeziehen. Da müssen wir ganz gut auf uns selber schauen in dieser Situation. Was ist für für mich als Frau jetzt wichtig und hilfreich und was belastet mich? Also äh nicht aus Mitleid oder falschem Verständnis für den Kindesvater ihn jetzt einbeziehen und sich selber damit sehr, sehr unwohl fühlen oder belastet fühlen, sondern wirklich gut darauf schauen. Vielleicht auch in eine Beratung gehen und sich von jemanden, der das von außerhalb professionell beurteilen kann, sich vielleicht auch mit dem Ex-Partner dorthin zu begeben. Das wäre eigentlich hilfreich, damit er ein möglichst konstruktiv, auf einer konstruktiven Ebene miteinander umgegangen werden kann.
00:10:23: Susanne Haunold: Wenn, wenn die Beziehung beendet ist und vielleicht noch belastet ist und der Kindesvater möglicherweise nichts damit zu tun haben will, dann ist es wichtig, sich auf sich selber zu konzentrieren. Auf das Kind zu konzentrieren. Und äh meistens brauchen wir dort aber schon wirklich eine gute begleitende Beratung und eine Unterstützung.
00:10:49: Daniela: Damit für damit für die schwangere Frau einfach ähm irgendwoher auch die die Kraft Unterstützung kommt. Durch eine Begleitung kann eine schwangere Frau neue Kraft und Zuversicht schöpfen, damit sie den Weg, der vor ihr liegt, auch gut gehen kann.
00:10:57: 08Susanne Haunold: Ja, genau. Ähm und dass wir das auch nicht dann später an das Kind äh weitergeben. Diese, diese Belastung. Das ist aber sehr schwer, weil das natürlich eine emotionale, eine schwierige emotionale Situation für uns Frauen dann oft ist. Trotzdem sollten wir das Kind auch getrennt vom Vater sehen.
00:11:20: Susanne Haunold: Was ich in meinem Beruf ab und zu erlebt habe, dass dann Frauen gesagt haben, zum Beispiel so Sätze wie: "Oh wie schrecklich, schau mal an das Kind, das schaut ja aus wie sein Vater oder das Kind, das benimmt sich schon wie sein Vater." Das ist verständlich, dass die Frau solche Sachen empfindet, aber für das Kind natürlich eine massive Belastung und extrem schädlich für die Mutter-Kind-Beziehung und auch für die Vater-Kind-Beziehung. Um das emotional in den Griff zu bekommen, brauchen ganz viele wirklich eine professionelle Begleitung.
00:11:56: Susanne Haunold: Das würde ich sehr empfehlen, wenn die Beziehung von mir als Frau zu dem Kindesvater so schlecht ist.
00:12:04: Daniela: Und das ist schön, dass wir da auch gute Hilfemöglichkeiten haben. Wir verlinken auch diese wichtigen Beratungsstellen ähm in dieser Episode, dass man es nachlesen kann. Es ist gut, dass es da viele gute Unterstützungsangebote gibt. Wir verlinken auch zu Beratungsstellen…
00:12:17: Daniela: Wir haben über die Schwangerschaft gesprochen und da auch schon darüber, was schon wichtig ist äh zu denken für die Zeit vor der Geburt und danach. Wenn wir uns jetzt der Geburt zuwenden. Ähm, wir ähm planen in der Schwangerschaft, wir überlegen, wo gehe ich hin, ähm wo und wie möchte ich gebären? Und ähm, ich glaube, da ist es auch wichtig, dass man sich auch wirklich einen Plan zurechtlegt. Habe ich dich richtig verstanden? Wir haben über die Schwangerschaft gesprochen, wollen wir uns jetzt der Geburt zuwenden. Welche Fragen gilt es zu klären? Wo und wie möchte ich gebären? Wer soll mich begleiten? Also wir sollten uns einen guten Plan zurechtlegen. Wie siehst du das?
00:12:45: Susanne Haunold: Ja, und zwar einen verlässlichen Plan. Wenn ich sonst als Paar die Geburt vorbereite, dann weiß ich immer als Frau okay, mein Mann guckt schon, dass das mit dem mit der Klinik funktioniert, dass er mich bringt, dass er mich holt. Äh, wenn ich aber alleine bin, dann muss ich mir Leute an die Seite stellen, auf die ich mich absolut verlassen kann.
00:13:07: Susanne Haunold: Und um diesen muss ich ganz klar mitteilen, was ich brauche. Also ich muss mir überlegen, wer geht mit zur Geburt? Da ist es wichtig, das muss eine Person sein, der ich absolut vertraue und die auch gerne mitkommt und von der ich nicht denke. Sie ist sowieso völlig überfordert mit der Situation. Ähm es können auch mehrere Personen sein. Das kann die Freundin sein und die Schwester sein, die ich mitnehme zur Geburt. Das ist vielleicht für die beiden eine gute Erleichterung. Ich muss mit denen, ich muss sie fragen, ich muss mit denen abmachen, ähm was ich genau brauche und wofür sie wirklich zuständig sind. Eben und ich kann auch mit diesen Personen in einen Geburtsvorbereitungskurs gehen. Das ist vielleicht ganz gut, weil wenn die selber noch kein Kind geboren haben, dann brauchen sie genau die gleiche Information wie der der Kindesvater sonst, wenn er das erste Mal Vater wird. Und es ist ganz wichtig, mit diesen Personen abzumachen. Das, was wir ausgemacht haben, das muss einfach funktionieren, ich muss mich auf euch verlassen können.
00:14:17: Susanne Haunold: Was noch ganz wichtig ist, ist äh ich ich gehe mir. Ich gehe. Ich überlege mir ja vorher, in welches Krankenhaus ich gehe oder wo mein Kind zur Welt kommen äh soll. Äh ich kann vielleicht die Klinik anschauen, das kann ich auch mit der Person machen. Also alles, was ich sonst mit dem Vater des Kindes mache, mache ich in diesem Fall jetzt einfach mit einer guten, vertrauten Person.
00:14:45: Daniela: Und in der Situation, wenn man gar niemanden hat oder findet aus dem Freundeskreis oder Verwandtenkreis, die/der mit mir mitgeht, dann gibt es auch die Doulas. Und in der Situation, wenn sich niemand findet, der diese Rolle gerne übernimmt, dann gibt es die Möglicheit, sich von einer Doula begleiten zu lassen.
00:14:56: Susanne Haunold: Ja, es gibt auch Doulas als Geburtsbegleitung oder auch als Begleitung in der Schwangerschaft und im Wochenbett. Ähm, da ist vielleicht das Dilemma für viele Frauen, dass das äh private Kosten äh beinhaltet. Aber im Prinzip äh gibt es hier inzwischen ein großes Angebot, ist im Internet abzufragen und wenn das etwas ist, was ich mir leisten kann und wenn ich eine Doula finde, der ich vertraue, dann ist das natürlich eine ganz tolle Vorbereitung für mich und eine ganz tolle Begleitung.
00:15:35: Daniela: Genau, also es ist wichtig, dass ich mir diese Wochen und Monate der Schwangerschaft äh auch die Zeit nehme, zu genießen, aber auch zu planen, die Geburt zu planen, die Person, die die Personen, die mitgehen, dass die auch verlässlich äh erreichbar sind, telefonisch und nicht so ach, da habe ich dann jemanden, den ich anrufen kann und auch fürs Wochenbett denke ich nicht so einfach denken: Ja, ich habe dann schon Freundinnen, die helfen. Es ist also wichtig, die Wochen und Monate der Schwangerschaft zu nutzen, um für die Geburt zu planen, aber auch für die Zeit danach und verlässliche Abmachungen zu machen. Damit klar ist, wer geht mit ins Krankenhaus, wer unterstützt im Wochenbett usw.
00:16:03: Susanne Haunold: Ganz wichtig! Das ist nämlich das, was wir ganz oft hören. Die Frauen gehen dann ganz früh nach Hause und sagen Na, na, da kommt dann schon jemand. Oder meine Freundin hat schon gesagt, sie kann mir ja einmal kommen, die Wäsche machen und einmal eine Suppe kochen. Das ist einfach zu wenig. Es muss ganz verlässlich zum Beispiel im Wochenbett jemand da sein und bitte die ersten paar Tage auch in der Nacht. Es kann nicht sein, dass sich in der ersten Woche zum Beispiel als Mama vor allem mit dem ersten Kind in der Nacht alleine bin, auch gerade in der Nacht. Das Kind weint, beim Stillen funktioniert vielleicht gerade nicht so gut. Ich habe irgendwelche Schmerzen, ich bin übermüdet, ich habe einen Wochenbettblues. Es, es sollte einfach jemand da sein in der Nacht. Es geht nicht, dass die Frau alleine ist.
00:16:54: Susanne Haunold: Äh, das heißt, ich muss mit den Personen für das Wochenbett etwas fix ausmachen. Ich muss ausmachen in, was weiß ich, in den ersten drei Tagen schläft die Bernadette bei mir und die Tamara ist am Tag da und die, die Oma, die kocht jeden Tag zum Beispiel. Also ganz fix ausmachen. Und ideal wäre für die ersten zwei Wochen fix Tag und Nacht eine Versorgung. Ganz wichtig, unterschätzt das bitte nicht: Es ist wichtig, für das Wohlbefinden im Wochenbett. Abgesehen von der Pflege der Frau und dem Baby ist ganz wichtig, dass die Wohnung aufgeräumt ist, dass die Wäsche gewasen ist, gewaschen ist, der Müll weg ist und das Allerwichtigste es muss gutes Essen geben. Es, man kann natürlich mal Sachen sich kommen lassen, eine Pizza oder so, aber ganz wichtig jeden Tag warmes, reichhaltiges, gesundes Essen, ist das Allerwichtigste für das Wohlbefinden und auch die Ordnung, die Wäsche.
00:18:01: Susanne Haunold: Es ist irgendwann, das geht gut so zwei Tage. Aber irgendwann am dritten, vierten Tag sitzt man im Garten in diesen Wäschebergen und heult. Das ist die normale Situation, auch wenn ich einen Mann zu Hause habe. Das muss man sich aber, das muss man sich hier nicht geben. Also der Tipp gilt im Prinzip für alle Frauen, auch die mit Partner, dass ich mir Hilfe hole. Es gibt übrigens auch Familien Helferinnen über die Gemeinden, da kann man auch im Vorfeld schon anfragen. Gerade als alleinerziehende Erzieherin hat man da Anspruch darauf, dass jemand kommt, den Haushalt macht, kocht und einkauft.
00:18:40: Susanne Haunold: Und was noch ganz wichtig ist, ich sollte mir im Vorfeld, also in der Schwangerschaft und am besten schon relativ früh eine Hebamme für die Nachsorge organisieren. Die Hebamme kann über mehrere Wochen am Anfang täglich und später je nach Bedarf jeden Tag vorbeikommen, nach dem Baby schauen, nach mir schauen, mich, was das Stillen zum Beispiel betrifft, beraten, was meine körperlichen Veränderungen betrifft, beraten das Baby untersuchen, das Baby abwiegen.
00:19:14: Susanne Haunold: Das gibt eine immense Sicherheit für die Mutter. Wenn ich die erste Zeit eine Hebamme an meiner Seite habe und es gibt genug Hebammen, die dafür zuständig sind, einfach am besten wirklich in der ersten Zeit der Schwangerschaft gleich sich jemand organisieren. Die sind nämlich sehr gefragt, die Hebammen.
00:19:34: Daniela: Genau, das kann ich nur unterstreichen. Das ist ein wichtiger Tipp, dass man sich da frühzeitig darum kümmert. Und ich kann nur sagen: Ja, das stimmt. Es gibt wirklich viel Sicherheit in dieser ersten Zeit mit dem Kennenlernen von Baby.
00:19:56: Daniela: Du hast, ich warte noch kurz.
00:20:00: Susanne Haunold: Subs.
00:20:02: Daniela: Du hast erwähnt, dass es, ähm was alles wichtig ist in der Zeit, für die Zeit vom Wochenbett zu planen, dass es für den Körper wichtig ist, auch sich gut erholen zu können, auch mal schlafen zu können, in Ruhe duschen, wenn da jemand ist, der, die, der auf das Baby aufpasst und auch für die Psyche nicht alleine zu sein in dieser Zeit mit dem Baby, die ja auch eine ganz, ganz wichtige Zeit ist, die Bindung zum Baby zu stärken und aufzubauen. Das ist ja auch dann wichtig für die Gesundheit der Mama und vor allem auch für die Gesundheit vom Baby auch. Du hast erwähnt, wie wichtig die Planung des Wochenbettes ist, und dass Menschen da sind, die unterstützen und helfen. Denn diese erste Zeit mit dem Baby ist ja so entscheidend, um die Bindung zwischen Mutter und Kind aufzubauen und zu stärken.
00:20:35: Susanne Haunold: Ja, und dafür brauche ich einfach gute Rahmenbedingungen. Ich brauche einfach das Wissen, dass jemand das rundum schafft, mir gute Rahmenbedingungen schafft, das alles absichert, mich auch zum Beispiel ein bisschen abschirmt von unnötigen Besuchen, äh dann kann ich wirklich mit meinem Baby im Bett liegen bleiben. Wortwörtlich, das Kind liegt auf mir, wir kuscheln und haben einfach Zeit füreinander. Das ist ganz, ganz wichtig, diese erste Phase, dass das Bonding wirklich funktionieren kann und ich mich einfach umsonst gar nicht, um nichts sonst kümmern muss.
00:21:18: Daniela: Da möchte ich gerade noch mal einhaken, weil ich das auch äh sehr wichtig finde und ähm wir das auch im Vorgespräch gesprochen haben. Diese Zeit zu haben mit dem Kind und auch, wie du es genannt hast, abzuschirmen vor unnötigen Besuchen. Ich glaube, das gilt für alle, aber auch im Besonderen. Unser Thema heute die Mamas, die alleine sind. Wir müssen nicht denken, wenn das Baby da ist, dass alle das recht haben, in den ersten paar Tagen schon ähm das Baby zu sehen. Das darf man auch kennenlernen, wenn 1, 2, 3 Wochen vergangen sind. Also dass ich da das Recht mir auch herausnehme, gut auf mich zu schauen. Was passt jetzt für mich und mein Baby? Dazu möchte ich noch ergänzen. Ja – eine frischgebackene Mama hat das Recht, wenn sie das möchte, die ersten paar Tage keinen Besuch zu empfangen. Sie darf ganz auf sich schauen und sich fragen: Was passt jetzt für mich und mein Baby?
00:21:58: Susanne Haunold: Das ist ganz wichtig. Dieses Dilemma mit den Besuchen haben ja Besuchern haben ja immer alle frischgebackenen Mütter. Das ist oft im Krankenhaus schwieriger zum äh Managen, weil da gibt es halt Besuchszeiten, da kommen die Besuche. Mit Corona hat sich das ein bisschen geändert, das wurde sehr massiv reduziert. Und aus Erfahrung direkt muss ich wirklich sagen, dass der hohe Prozentsatz der Mütter das Extrem genossen haben, dass wenig Besuche im Wochenbett da waren.
00:22:35: Susanne Haunold: Und zu Hause kann man das, muss man das natürlich selber dann einfach bewerkstelligen, bzw die Betreuungsperson und man kann gut sagen, nein, ich will einfach keine Besuche die ersten Tage, wo ich zu Hause bin oder es darf nur die Oma kommen äh und die Tante. Zu Hause ist die Türe zu. Man muss auch nicht jedes Telefon abnehmen. Das ist gut, wenn die Betreuungsperson diese Funktion übernimmt.
00:23:03: Susanne Haunold: Ich habe auch schon einmal das Erlebnis gehabt, dass ich in ein Wochenbett gekommen bin, einen Tag nach der Geburt. Da haben die Leute, also es war eine Hausgeburt, da haben die frischgebackenen Eltern einfach einen Zettel an die Haustüre gehängt Unser Baby ist da. Aber unsere Hebamme hat gesagt, wir dürfen in der ersten Woche keinen Besuch empfangen. Wir freuen uns auf nächste Woche. Also, da übernimmt auch die Hebamme dann diese diese Rolle. Das ist etwas, da müssen wir einfach gut auf uns schauen. Mit dem Kindesvater, ist das auch eine Überlegung, wenn das ganz gut funktioniert und wie eine freundschaftliche oder sachliche Beziehung haben und er Kontakt haben möchte und das Kind kennenlernen möchte, ist das okay.
00:23:49: Susanne Haunold: Wenn die Beziehung aber belastet ist, würde ich die ersten Tage davor eher, davon eher Abstand halten. Wichtig ist zum Beispiel auch jetzt noch einmal, was den Vater anbelangt, was wir in der Schwangerschaft schon regeln können mit ihm. Also Vaterschaftsanerkennung, wie das funktioniert mit den Alimenten und so, ist ganz gut, wenn das vorher schon geregelt ist, wenn das möglich ist mit ihm persönlich. Was ich ganz wichtig finde ist, fangt keine persönlichen Diskussionen oder Streitereien um das Geld an, es gibt das Amt, das regelt alles bei finanziellen Uneinigkeiten.
00:24:30: Susanne Haunold: Ein guter Tipp, auch aus eigener Erfahrung, wenn es da zu Diskussionen kommt und zu Streitereien kommt. Sofort abgeben an das Amt. Denn, es ist eigentlich schade oft um eine freundschaftliche Beziehung, wenn wenn Paare oder ehemalige Paare deswegen in Streit geraten. Und es muss nicht sein. Es ist im Prinzip eine Rechenaufgabe und das kann das Amt erledigen.
00:24:56: Daniela: Das ist ein wichtiger Hinweis. Ähm, und auch dazu werden wir, die die zuständigen Stellen verlinken, dass man das nachschauen kann. Wir haben über die Schwangerschaft, die Geburt, des Wochenbett gesprochen und wie du eingangs auch gesagt hast, es ist auch für später wichtig, dann mit dem Kleinkind ähm sich gut zu organisieren und ein Netzwerk zu knüpfen. Das ist ein wichtiger Hinweis. Hinweise und Zuständigkeiten verlinken wir wieder. Über die Begleitung bei Geburt und Wochenbett haben wir gesprochen. Aber auch für die Zeit später mit dem Kleinkind ist es als Alleinerzieherin hilfreich, ein gutes Netzwerk zu haben.
00:25:19: Susanne Haunold: Ja, also ganz wichtig ein Netzwerk früh genug knüpfen. Äh, schauen, wo gibt es eine Selbsthilfegruppe zum Beispiel für Alleinerziehende? Wo ist ein Eltern Kind Zentrum? Was gibt, oft lernt man ja andere kennen über die Krabbelgruppe, über irgendwelche Freizeitaktivitäten, die die Alleinerziehenden miteinander organisieren, in einem Eltern Kind Zentrum zum Beispiel. So ist es mir damals ergangen. Da wurde das erste Eltern Kind Zentrum gerade gegründet in Bregenz und da sind ganz tolle Kontakte, die dann ewig eigentlich gehalten haben, entstanden.
00:25:58: Susanne Haunold: Und das sind äh Gleichgesinnte oft, das waren jetzt nicht nur Alleinerziehende dabei, aber es waren eben Eltern mit kleinen Kindern, die alle auch mit dem Thema Überforderung, Schlafmangel und Hilflosigkeit zu tun gehabt haben und konfrontiert waren. Und man hat dann einfach ganz schnell das Gefühl ich bin nicht alleine. Alle anderen haben auch ihre diversen Stresssituationen. Aber wir können auch ganz viele tolle Sachen machen.
00:26:30: Susanne Haunold: Mich hat das damals sehr unterstützt. Ich war eine Zeit lang in einer Selbsthilfegruppe für Mütter mit Kindern. Es waren nicht nur Alleinerziehende dabei und das war für mich zum Beispiel in einer Phase, in der ich extrem erschöpft war. Ich habe gearbeitet, ich habe die drei Kinder gehabt ähm und habe wirklich an Erschöpfung gelitten und habe regelmäßig in dieser Selbsthilfe Selbsthilf Selbsthilfegruppe bei der Entspannungsübung am Ende der der Gruppensitzung bin ich eingeschlafen und es war für mich immer eine halbe Stunde oder so ungefähr ein Schlaf, der extrem erholsam war, weil ich einfach in einem ganz geschützten Rahmen geschlafen habe. Und das ist mir dann so bewusst geworden, dass ich zu Hause anders schlafe, weil ja die Kinder dabei sind und ich immer mit einem Ohr auf die Kinder achte, auch wenn es die schlafen.
00:27:33: Susanne Haunold: Und, also es gibt so kleine Nischen, die ich mir eben suchen muss und die ich mir ganz bewusst ähm aussuchen kann und die ich auch ganz bewusst genießen kann. Und was mir irgendwann extrem geholfen hat in dieser Zeit, dieser völligen Erschöpfung, war dieses Bewusstsein, die Zeit, die arbeitet für mich. Denn die Kinder wachsen, die werden größer, die brauchen mich dann nicht mehr 24 Stunden, sondern tagsüber bzw in der Nacht ist schlafen jetzt einfach sicher für mich. Oder sie kommen dann in den Kindergarten oder in die Schule. Und dieses Gefühl, die Zeit arbeitet für mich. Es wird auf jeden Fall besser. Das hat mir extrem geholfen, so als Leitsatz.
00:28:30: Daniela: Um genau zu wissen, das bleibt nicht immer so, so 24Stunden zuständig zu sein, immer mit einem Ohr, mit einer Hand, mit der Aufmerksamkeit geteilt, das ist, was sehr wichtig ist. Danke fürs Teilen von diesem Erlebnis von dir. Also es ist ein wichtiger äh Tipp für Frauen, die alleine ein Kind bekommen, in der Schwangerschaft, in der Zeit danach auch immer wieder zu schauen, wo, wo kann ich mich ähm mit anderen vernetzen, wie kann ich mich verknüpfen, ähm wer wer hilft mir, ähm wo gibt gibts Frauen, denen es ähnlich geht, um einfach zu wissen so wie du gesagt hast, es hilft so zu wissen, ich bin nicht allein. Es geht anderen auch so! Das ist ein kraftvoller und zuversichtlicher Leitsatz: zu wissen, die Zeiten ändern sich irgendwann. Dein Tipp für Frauen, die alleine ein Kind bekommen lautet also, schon frühzeitig Kontakte knüpfen, sich mit Menschen umgeben, die unterstützend sind und denen es vielleicht auch ähnlich geht.
00:29:15: Daniela: Vielen Dank. Du wolltest jetzt noch was sagen.
00:29:20: Susanne Haunold: Ähm ja, dieses Thema eben, ich bin nicht allein. Und ich bin zwar Alleinerziehende, aber das heißt nicht, dass es mir per se schlechter geht oder dass ich äh mehr zu bewältigen habe. Also es betrifft einfach alle Elternteile, die kleine Kinder haben, also Situationen von Überforderung und so, das betrifft einfach alle Eltern. Das heißt, alle Eltern mit kleinen Kindern sitzen doch schon im selben Boot.
00:29:50: Susanne Haunold: Ich hab halt oft das Gefühl, ich muss noch mehr alleine bewältigen. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es kann funktionieren, wenn ich mir das richtige Umfeld schaffe und wenn ich Hilfe annehme. Dann funktioniert es.
00:30:08: Daniela: Danke. Vielen Dank für deine, deine Worte, für dein Erzählen aus beruflicher Perspektive und auch aus dem Erzählen aus deinem eigenen Leben. Danke. Danke Susanne. Vielen Dank für deine Worte, für dein Erzählen aus beruflicher Perspektive und auch das Teilen deiner persönlichen Geschichte. Danke.
00:30:17: Susanne Haunold: Ich danke.
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